Dieser ungeplante Newsletter trifft uns mitten in unsere Herzen und hat einen unendlich traurigen Grund:

 

Leider müssen wir Euch mitteilen, dass das jüngste Waisenkind „Dininboa“ (4 Jahre alt) in der Nacht vom 28. auf den 29. Dezember 2010 im Krankenhaus von Tamale verstorben ist.

 

Wir stehen unter tiefem Schock und sehen es als unsere Verpflichtung an, Euch unmittelbar von diesem schrecklichen und tief traurigen Ereignis zu informieren.

 

Unsere Volunteers Ricky Decker und Christine Wiedmann, die momentan vor Ort in Guabuliga sind haben alles menschenmögliche getan um Dininboa die bestmögliche medizinische Betreuung zukommen zu lassen.

 

Als Dininboa am 25. Dezember über Gliederschmerzen klagte und Fieber hatte, haben Ricky und Christine den kleinen Dininboa unmittelbar in das nächst gelegene Distrikt-Krankenhaus in Wale Wale (ca. 20km entfernt) gebracht. Dort diagnostizierten die Ärzte noch am selben Tag bei Dininboa Malaria. Dininboa wurde dort stationär aufgenommen. Dininboa hatte noch eine leibliche Mutter, die in Guabuliga wohnt (die sich aber ihr Kind nicht „leisten“ konnte und Dininboa daher im Waisenhaus lebte). Ricky und Christine haben dann auch die Mutter von Dininboa nach Wale Wale in das Krankenhaus gebracht. Am 26. Dezember ging es Dininboa kurzfristig besser und die Ärzte sprachen sogar von baldiger Entlassung. Am Montag den 27. Dezember bekam Dininboa plötzlich einen riesigen Blähbauch und die Ärzte sprachen von möglichem Darmverschluss. Christine und Ricky waren ständig auch mit uns in Österreich in Kontakt und da sich die Gesundheitssituation von Dininboa verschlechterte beschlossen wir, Dininboa unverzüglich per Ambulanzwagen in das größte Hospital im Norden von Ghana zu bringen, nach Tamale. Dies geschah unmittelbar am Montag den 27. Dezember. Am Dienstag ging es dem kleinen Engel besser und wir alle hofften darauf ihn bald wieder nach Guabuliga bringen zu können. Dann kam in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch die schreckliche Nachricht: Dininboa ist verstorben. Wir müssen den Ärzten vertrauen, dennoch ist es schrecklich zu wissen, dass die Ärzte nach Dininboa’s Tod noch eine Probe aus seinem Rückenmark entnommen haben um zu testen, ob Dininboa evt. Meningitis hatte. Dieses Testergebnis läuft noch und wir erhalten es in den nächsten 72h.

 

Dass Ihr Euch vorstellen könnt was Ricky und Christine heute durchleben mussten: Ricky und Christine mussten mit der Mutter von Dininboa im Spital auf die Freigabe des Körpers des Kindes warten und haben das tote Kind dann mit dem Auto nach Guabuliga gefahren (ca. 3,5h), wo unmittelbar die Beerdigung heute Nachmittag stattgefunden hat.

 

Alle anderen Waisenkinder, der Betreuer, unsere Volunteers, das Dorf einschließlich wir stehen unter Schock.

 

Unser BRAVEAURORA Direktor Baba Seidu wird morgen früh unmittelbar nach Guabuliga fahren um Ricky und Christine unter die Arme zu greifen und um Support für die Kinder zu sein. Zusätzlich werden wir unmittelbar alle Kinder in das Krankenhaus von Wale Wale bringen in den nächsten Tagen, um alle erforderlichen Impfungen und Checks durchzuführen.

 

 

In tiefer Trauer,

 

Eure BRAVEAURORAs

 

Julia, Tamara, Sarah und Christin

Laufendes Projekt

BRAVEAURORA unterstützt aktuell das Waisenhaus von Guabuliga im Norden von Ghana.

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